Es kann der Frömmste....

nicht in Frieden leben...
Das Sprichwort kennen wir alle. Am Hof Wehrmann-Weise ging es auch einmal nicht ohne eine Schiedsmann-Beleidungsklage ab.

Heinrich Wehrmann gewann das Verfahren, der Kläger hatte alle Kosten zu tragen.

 

Denkershausen, d. 11. Novembr. 1885 Abends 7 Uhr

Es erschienen vor unterzeichneten Schiedmanns- Gericht

1.    Der Köthner Hein. Wehrmann als Kläger
2.    der Köthner Aug. Wolf als Beklagter

Klage: wegen Beleidigung:

Kläger trug vor:  Ich will die an den Köthner Aug.
Wolf eingeleitete Klage, wo ich den Ober Gerichts- Anwalt
Herrn v. Bargen zu Göttingen Vollmacht ertheilt
habe, hiermit als aufgehoben erklären, wenn
Beklagter sämmtliche in dieser Klage erwachsenen Kosten
bezahlt.
Beklagter erklärte sich einverstanden und erkennt
hiermit an dass alle Kosten nur für seine Rechnung
und durch Ihn gezahlt werden sollen, so dass der
Köthner Hein. Wehrmann keine Kosten haben soll
sie mögen Namen haben wie sie wollen. Der
Kläger Wehrmann will seine bislang gewonnene Klage
nicht liquidieren.

Es erklärten durch Eigenhändige Namens- Unterschrift
Kläger & Beklagter als hiermit einverstanden.

So geschehen Denkershausen d. 11. November 1885            

H. Wehrmann                                                                         

A. Wolf                                                                                       

Zur Beglaubigung
AInsp. Brückmann

Stempel (unleserlich)



Anmerkung des Übersetzers:
Die kursiv gesetzten Textstellen sind unsicher.