Es geht weiter bergauf

..und der Hof kann neues Land ankaufen!

Wieder wird ein Kaufvertrag wie folgt geschlossen:

 

 

6 M 50 Pf  Stempel ist als Gerichtsgebühr berechnet
                           Northeim, 6. Januar 1907
                               Bruhns   Gerichts- Secretair
                                ---------------------------


                               Stempelberechnung.

Kaufgeld laut §3………………………………1300 M  -  Pf
Wert der ausbedungenen Leistungen oder
vorbehaltenen Nutzungen……………………             „       „
                                                                        ------------------------
                                                       zusammen    1300 M  -  Pf
    davon Stempel 1% zur darstellbaren Hälfte             6 M  50  Pf
zur Hauptausfertigung;
zur Nebenausfertigung ist ein Stempel zu verwenden von  1 „    50  „


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    Zwischen der Königlichen Klosterkammer in Hannover,
in gesetzlicher Vertretung des Hannoverschen Allgemeinen
Klosterfonds, und dem Kötner Heinrich Wehrmann
-------------------------------------------------      zu Denkershausen
ist folgender Kaufvertrag abgeschlossen:

                                             §1

    Die Königliche Klosterkammer verkauft an den
Kötner Heinrich Wehrmann             zu Denkershausen
den als Parzelle 105/45 vorläufig fortgeschriebenen
Teil des -----------------------------------------------------
in der Feldmark Denkershausen belegenen und in der Grund-
steuer – Mutterrolle unter Artikel Nr. 45 ---------------------
-------------------  aufgeführten klösterlichen Grundstückes mit
einem Flächeninhalt von 0,3698 ha zu vollem Eigentum.

                                               §2

    Das Grundstück wird verkauft mit allen darauf
haftenden Lasten, Abgaben und Servituten (1), sei es

                                                                                  öffent-


(1)    Servituten: Wegerechte, Überfahrtsrechte, dingliche Lasten
 

 

öffentlicher oder privatrechtlicher Natur, wie es sich gegen-
wärtig befindet und die Klosterkammer dasselbe zu
besitzen berechtigt gewesen ist.
    Eine bestimmte Größe oder Güte oder Abwesenheit von
irgend welchen Mängeln wird nicht gewährleistet.

                                        §3


    Der Kaufpreis beträgt 1300 M, in Worten: „Eintau-
send dreihundert Mark“
und ist bereits gezahlt.

                                         §4


    Das Kaufobjekt war bis zum 1. Oktober 1904 an den
Käufer verpachtet. Das Pachtverhältnis ist durch die
von der Verpächterin rechtzeitig erklärte Aufkündi-
gung am 1. Oktober 1903 erloschen.
                                 

                                            §5


    Die Auflassung des gekauften Grundstückes kann, nachdem
das Kaufgeld bereits gezahlt ist, jederzeit erfolgen. Vom
1.    Oktober 1903 ab gehen alle auf dem gekauften Grund-
      stücke haftenden Lasten und Abgaben auf den Käufer
über.

                                                 
                                                                                                   §6
 


 

 

                                           §6


    Käufer trägt die gesetzlichen Stempelabgaben, die
Kosten der gerichtlichen oder notariellen Beurkundung des
Kaufs, der Auflassung und Eintragung in das Grundbuch, der
Vermessung und Grenzvermarkung sowie der demnächstigen
Berichtigung des Katasters und endlich der Bekanntmachung
des Verkaufstermins.


                                            §7


    Beide Teile sind darüber einverstanden, daß der vor-
stehende Vertrag ihre wahre Willensmeinung enthalte
und daß mündliche Nebenabreden zu dem Vertrage nicht ge-
troffen, oder, wenn sie getroffen sein sollten, hiermit auf-
gehoben sind.
    Zur Beurkundung dessen ist dieser Vertrag von beiden
Teilen in zweifacher Ausfertigung eigenhändig vollzogen,
wie folgt.

                                            Hannover, den 16. Dezember 1903

                                                 Königliche Kloster Kammer

                                                              (Unterschrift) 



                                           Denkershausen, den 6. Januar 1904

                                                             H. Wehrmann