Ablösung der Zehntsteuer

Zehnt, der Zehnte ein seit Jahrhunderten geläufiger Begriff bis in die heutige Zeit. Beliebt war er nicht, genau wie heute die  Zucker-, Sekt-, (oder gar Lohn- Kfz.- u.a. steuern oder gar eine Maut)  aber es war halt eine Steuer gegen die Untertanen.  Man kann es heute aber besser mit der Grundstücksteuer oder Vermögensteuer vergleichen. Dabei wird einiges verständlicher.

Insofern hatten es unsere Vorfahren bis zum Jahre Null vermutlich nicht besser!

Wer betrügt, der fliegt -ins Gefängnis - sofern erwischt!

Wir aber bereiten hier eine Verhandlung vom 27. May 1838 auf, in der es darum ging, als sich einige Denkershäuser Bürger von dieser antiquierten Last befreien wollten und es gelang am Ende auch.
Man einigte sich mit der Königlich-Hannoverschen Domainen-Cammer in Hannover auf einen Betrag und wurde damit von der Verpflichtung über Lieferung, Pflanzung von Eichheistern (1) in den herrschaftlichen Forsten des vormaligenAmtes Brunstein entbunden. Wer sich an den Lieferungen resp. Pflanzaktionen sich nicht beteiligte, mußte in barer Münze Abgeltung leisten.

Ganz wesentlich erschien hier, als diese Ablösung vererbbar war und damit künftige Generationen ebenfalls befreit waren.

 (1) Eichheister = Jungpflanzen der Eiche oder auch Setzlinge

Weitere Artikel zu Zehntablösungen finden sich links im Nav-Bereich.

PS: Jetzt könnte man ironisch fragen, was blieb von den Steuern auch tatsächlich im hannöverschen Königreich bzw. was wanderte in den Säckel die britische Krone. Die hatte eine Menge Kolonien und die kosteten Geld.
Lies mal http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigreich_Hannover und ff.

 

 



 


Abschrift     B

Geschehen Denkershausen, Amt Brun-
stein den 27. May 1838, in der Woh-
nung des Bauermeisters Friedrich
Wallhausen.
    Nachdem
die Zehntpflichtigen in Denkershausen
um gerichtliche Aufnahme einer, behuf
Ablösung ihrer Zehntpflicht auszustellen-
den Vollmacht, hatten nachsuchen las-
sen, so war dazu auf heute Termin
angesetzt und erschienen deshalb nach-
stehende Zehntpflichtige aus Denkers-
hausen,
1., Heinrich Müller
2., für die Relicte Hager, die Vormün-
der der Kinder derselben, Heinrich Rie-
ke und Wallhause
3., August Famme
4., Christoph Macke
5., Wilhelm Washausen
6., Gottlob Meyer
7., Heinrich Gefrig
8., Ludwig Wedekind
9., Heinrich Wehrmann
10., Daniel Schatte
11., Friedrich Waßhausen
            12.,


Relicte: Hinterbliebene, Witwe
Quelle: de.wiktionary.
org/wiki/Relikt
 




 


12., Heinrich Pramann
13., Relicte Kulp
14., Christian Bode
15., Heinrich Waßhausen
16., Gottlieb Sülter
17., Christoph Ahlbrecht
18., Heinrich Hueg
19., Ernst Göttling
20., Dietrich Sander
21., Heinrich Rieke
22., Schullehrer Dralle
23., Relicte Armbrecht
24., Ernst Sander
25., Rel. Sander
26., Herwigsche Ehefrau
27., Friedrich Wallhause
28., für den Einwohner Isermann aus
     Holtensen, der Bauermeister Wall-
     hause im angeblichen Auftrage,
29., für den Einwohner Junge in Holten-
     sen, der Bauermeister Wallhau-
     sen in Denkershausen
30., für Ernst Wieke in Lagershausen,
     der Bauermeister Wallhausen
31., für Gottlieb Wieke in Lagershausen
     der Bauermeister Wallhausen.

            32.,
 



 


32., für Heinrich Welge aus Imbshausen,
     dessen Schwager Gottlieb Meier aus
     Denkershausen
33., für die Kirche zu Denkershausen der
     Schullehrer und Kirchen-Rechnungsfüh-
     rer Dralle im angeblichen Auftrage,
34., für die Gemeinde der Bauermeister
     Wallhausen
35., für den Einwohner Heckelbaldt zu
     Nörten der Bauermeister Wallhausen
     aus Denkershausen
     Die
erschienenen und resp. vertretenen Zehnt-
pflichtigen gaben sodann einmüthig zu
Protocoll:
Sie seien sämmtlich Willens denje-
nigen Feld- und Fruchtzehnten, welcher
auf ihren Grundstücken vor Denkers-
hausen und zwar in der ganzen Den-
kershäuser Feldmark der Königlichen Klo-
ster-Cammer wegen der Kloster-Do-
maine Wiebrechtshausen gegen-
wärtig abzulösen und hätten demzu-
folge für sich und ihre Erben und
Nachfolger.

                    1
 



 


1., den Bauermeister Friedrich Wallhau-
    sen aus Denkershausen
2., Wilhelm Waßhausen aus Denkers-
    hausen,
zu ihren Bevollmächtigten erwählt, und
ertheilten denselben hiemit unbe-
schränkte Vollmacht in dieser Angelegen-
heit, sie allenthalben zu vertreten und
sowohl gemeinschaftlich als auch im Fall
einer derselben versterben sollte oder be-
hindert sein sollte, jeder einzelne
alles dasjenige vorzunehmen, was die-
sen nach Lage der Sache erforderlich zu
sein scheine, um die beschlossene Zehnt-
Ablösung entweder im Wege gütlicher
Vereinbarung mit den Zehntenberech-
tigten oder des gesetzlichen Verfah-
rens in Gemäßheit der Ablösungs-
Ordnungen auszuführen, nament-
lich also auch auf die gedachte Zehnt-
Ablösung zu provociren, den Weg
der Güte zu versuchen, eine solche güt-
lich zu Stande kommende Ablösung
abzuschließen, die zur Berichtigung
des Legitimationspuncts etwa           
 



 


nach erforderlichen Verhandlungen vor-
zunehmen, alle zur Aufklärung und
Festsetzung der Zehntflur oder der Zehnt-
pflicht nöthigen Handlungen anzustel-
len, alle sonstigen Vergleiche zu ver-
abreden und abzuschließen, nöthigen-
falls auf schiedsrichterliche Entscheidung
etwaiger Streitigkeiten, welche in
den Rechtsweg gehören, durch den Ab-
lösungs-Commissarius anzutragen
und die etwa nöthigen Abschätzun-
gen und Ausmittelungen durch Sach-
verständige anstellen zu lassen und
diese zu erwählen, die Schätzungen
und sonstige Ausmittelungen als rich-
tig anzuerkennen, oder allenfalls
die Schätzungen und Untersuchungen
der Sachverständigen durch Obmänner
wiederholen zu lassen und diese gleich-
falls zu erwählen, ferner den Re-
ceß über die Zehntablösung zu voll-
ziehen, alle in der Sache ergehenden
Verfügungen sich einhändigen zu las-
sen und überhaupt im Namen der
Zehntpflichtigen sämmtliche bei den
Ablösungs-Verhandlungen vorkom-

            men   
 



 


menden Geschäfte, Erklärungen, Zu-
stimmungen, Vergleiche, Anerken-
nungen, Verzichte und sonstige Hand-
lungen ohne Ausnahme abzugeben und
vorzunehmen, in gleicher Maaße auch,
sobald die beschlossene Ablösung zu
Stande gekommen, das zur Abstellung
des Zehntens festgesetzte Aequivalent
zu überweisen und abzutreten, na-
mentlich das Ablösungs-Capital auf
die einzelnen Zehntpflichtigen zu re-
partiren und aufzubringen und sol-
ches zu berichtigen, nöthigenfalls das
Ablösungs-Capital für die Zehntpflichti-
gen anzuleihen, zu dem Ende die da-
zu erforderlichen öffentlichen General-
und Special-Hypotheken auf das be-
wegliche und resp. unbewegliche Ver-
mögen der Zehntpflichtigen gültig zu
bestellen, die Zehntpflichtigen deshalb
solidarisch zu verpflichten und die des-
fallsigen Documente darüber aus-
zustellen und ausfertigen zu lassen.
Sollte auch wegen dieser Zehntablö-
sungs-Angelegenheit die Anstellung
eines Rechtsstreits erforderlich scheinen,

                so
 



 


so sollten die ernannten Bevollmächtig-
ten sie für sich und ihre Erben und
Nachfolger gleichmäßig sowohl gericht-
lich bei den zuständigen Gerichtsbehörden
in allen Instanzen, als auch außer-
gerichtlich vertreten und alles dasjeni-
ge gleichfalls vornehmen, was densel-
ben nach Lage der Sache dienlich schei-
ne, namentlich auch Vergleiche schlie-
ßen, Verzichte leisten, Zahlungen und
sonstige Leistungen annehmen und
darüber gültig quittiren, Ansprüche
an Dritte eigenthümlich abtreten, Ar-
reste erwirken und aufheben, Eide
zuschieben, annehmen und zurückzu-
schieben, Fristen aller Art ertheilen
und annehmen, die ihnen ertheilte
Vollmacht auf einen andern oder meh-
rere Stellvertreter übertragen, na-
mentlich auf Procuratoren bei
den Obergerichten, nach den bei selbi-
gen eingeführten Formularen bestel-
len.

                 Alles

was ihre genannten Bevollmächtigten
in allen diesen Angelegenheiten
 



 


etwa schon gethan haben und ferner vor-
nehmen werden, genehmigen sie hier-
mit und versprechen zugleich für sich
und ihre Erben und Nachfolger unter
Verpfändung ihres gesammten Vermö-
gens, dieselben und ihre Stellvertre-
ter dieses Auftrags halber völlig schad-
los zu halten, zu welchem Ende sie
denselben die ausdrückliche Befug-
niß ertheilen, die ihnen nun den Geg-
nern etwa zu erstattenden Kosten
behuf ihrer Befriedigung in eigenen
Namen zu erheben und einzukla-
gen.

                   Die

mitanwesenden Bevollmächtigten
versprachen den Auftrag auszurichten
und baten um beglaubigte Ausfer-
tigung dieses Protocolls zu ihrer
Legitimation.
   Vorgelesen und genehmiget
    ist
   diese Verhandlung beschlossen
      Geschehen wie oben

    in fidem

    Böttcher


                                Vor-
 



 


Vorstehende, zum Zweck der Zehnt-
ablösung bestimmte Vollmacht
wird hierdurch in beglaubigter
Form den erwählten Bevollmäch-
tigten, Bauermeister Friedrich
Wallhausen und Einwohner
Wilhelm Wahshausen zu
Denkershausen zu ihrer Legiti-
mation zugefertiget.

Brunstein, den 15. November
    1838.
Königlich Hannoversches Amt
(L.S.)       Böttcher

    Pro copia

    Krimsehl
     Amts-Assessor

         Dem

   Bauermeister Frid.
     Wallhausen in
   Denkershausen

      zzstel.
 



 


    Daß die Zehntpflichtigen zu Denkershausen
Amt Brunstein, auf das für die Ablösung des
bisher von den Grundstücken in der dasigen Feldmark
dem Klosteramte Wiebrechtshausen entrichteten Frucht-
und Braach-Zehntens bedungene Capital von = 2708 rth
8 gg Courant, die pro 1. May 1840 zu erlegende Hälf-
te ad = 1354 rth 4 gg nach Abzug der von dem Theile
der zehntpflichtigen Grundstücke, welcher der Königlichen
Kloster-Cammer zustehet, dieser zur Last fallenden Rate
ad 56 rth 7 gg 1 pf Courant, mit

= Eintausend Zweihundert Sieben und
Neunzig Rth 20 gg 11 pf Courant,

und auf das ganze, nach Abzug der bemeldeten 56 rth 7 gg
1 pf, 2652 rth – gg 11 pf Courant betragende Ablösungs-
Capital die Zinsen zu 4 Procent vom 1. Jan. bis letzten
April 1840. für 4 Monate mit
    = Fünf und Dreißig Rth 8 gg 8 pf Courant

durch den Bauermeister Friedrich Walhause, an die unter-
zeichnete Casse richtig eingezahlt haben, wird hiedurch quittirend be-
scheiniget.   Hannover den 30. April 1840.

    Königliche Haupt-Kloster-Casse
    (Siegel)    Unterschrift)



= 1297 rth 20 gg 11 pf Cour. von Capital
=   35  rth  8 gg  8 pf      „    Zinsen

                      Eingetr. fol. 20  No. 468.
                           F. Brookmann
 



 
 
   Ablösungs-Receß

Zwischen der Königlich-Hannoverschen Do-
mainen-Cammer in Hannover, als
Berechtigte und den Reihe – Eingesessenen
der Gemeinde Denkershausen, als Ver-
pflichtete ist wegen Ablösung der sogenann-
ten Eichheister – Dienste im Wege der güt-
lichen Vereinbarung der nachfolgende
Receß verabredet und geschlossen worden,
als:

                    I.

Die den auf der Anlage A namentlich
aufgeführten Reihe – Einwohnern der Ge-
meinde Denkershausen obliegende Ver-
pflichtung zur jährlichen Lieferung und
Pflanzung von Eichheistern in den herr-
schaftlichen Forsten des vormaligen Amts
Brunstein und die für diesen Dienst
eine Reihe von Jahren geleisteten son-
stigen Natural – und Geld – Prästatio-
nen hören mit dem 1. May 1840 für
ewige Zeiten gänzlich auf, und können
von der berechtigten Königlichen Doma-
nial – Verwaltung niemals wieder
verlangt werden.

                       II.
Die zu dem beschriebenen sog. Eichheister-

                                                    Dienst   


Reihe – Eingesessene: Bewohner des Altdorfes
mit Anteilen an der Gemeindeberechtigung;
Quelle:  Landwehrhagen, Lebensbild eines
Dorfes, von Horst Wollmert,
Herausgeber Ortsrat Landwehrhagen der
Gemeinde Staufenberg

 

Receß:  VergleichQuelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rezess



 


Dienst verpflichteten Reihe – Einwohner der
Gemeinde Denkershausen, welche ein
jeder alljährlich einen Dienst – Tag mit-
hin im ganzen jährlich drei und zwan-
zig Tage zu leisten haben, sind verpflich-
tet vom 1. May 1840 angerechnet, all-
jährlich zwischen Martini und Weynachten
eine Ablösungs – Rente von einen Gg
sechs Pf Courant für jeden Diensttag,
mithin im ganzen einen Thaler zehn
Gg sechs Pf Courant an die Domani-
al – Casse des Amts Northeim kostenfrei
einzuzahlen.

            III.

An den stipulirten Forstdienst – Reluitions-
Geldern kann von den Dienstpflichtigen
unter keiner Bedingung irgend ein Er-
laß in Anspruch genommen werden, dage-
gen aber bleibt es den einzelnen Verpflich-
teten ausdrücklich vorbehalten, bei ein-
tretender Ablösung der übrigen guts-
und dienstherrlichen Leistungen auch das
jetzt verabredete Forstdienstgeld unter
Zugrundelegung der vorerwähnten Re-
luitions – Rente ungehindert durch gesetz-
liche Capital – Zahlung gänzlich abzulösen,
in welchem Falle jedoch die derzeitige

                                                       per-

Stipulation:vertragliche Abmachung,Übereinkunft
Quelle: 
http://www.duden.de/rechtschreibung/Stipulation
Reluition:  Konnte noch nicht geklärt werden,
vermutlich Entschädigung



 


persönliche Befreiung eines Orts – Vorge-
setzten für den Ablösenden hinwegfällt.
        IV.
Die Gemeinde – Vorgesetzten sind mit
Rücksicht auf die ihnen während des Dienstes
zustehende Befreiung vom Dienste verpflich-
tet, die Beiträge der einzelnen Dienstpflich-
tigen ihrer Gemeinde alljährlich zur gehö-
rigen Zeit unentgeldlich zu erheben und
für die gesammte Diensttage – Anzahl ih-
rer Gemeinde in einer Summe auf
den bestimmten Zahlungs – Termin an
die Domanial – Casse des Amts Northeim
kostenfrei abzuliefern.
Urkundlich ist der gegenwärtige
Receß in vierfacher Ausfertigung von
dem erwählten Syndicus der Verpflich-
teten, Bauermeister Friedrich Wallhau-
sen aus Denkershausen und Namens
der Königlichen Domainen – Cammer
von dem speciell hiezu bevollmächtig-
ten Amts – Assessor Jehse in Northeim ge-
hörig vollzogen worden.
     So geschehen Northeim, den 25. Januar
                1841

Walhause Bauermeister aus Denkershausen
Adolph Jehse, Amts–Assessor, als Bevollmächtigter

                    der
 



 


der Königlichen Domainen  Cammer zu
   Hannover

Der vorstehende Ablösungs – Receß über soge-
nannte Eichheister – Dienste, welcher von dem
mittelst Vollmacht vom 20. July 1840 gehö-
rig legitimirten Syndicus der verpflichte-
ten Reihe – Einwohner zu Denkershau-
sen, Bauermeister Friedrich Wallhau-
sen aus Denkershausen, sowie von dem
von Königlicher Domainen – Cammer in
Hannover unterm 13. d.M. gehörig bevoll-
mächtigten Amts – Assessor Jehse von hier am
heutigen Tage eigenhändig vollzogen wor-
den, wird, nachdem dabei etwas zu
erinnern nicht vorgefunden ist, nach Vor-
schrift des § 314 der Ablösungs – Ord-
nung vom 23. July 1833 und des darin
allegirten § 41 der Königlichen Verord-
nung vom 10. November 1831 Commis-
sionsseitig kraft dieses bestätiget.

    Northeim, den 25. Januar 1841.

Königliche Ablösungs – Commission des Di-
            stricts Northeim.



(Siegel)           (Grimsehl)
 



 

 

 

Amt Northeim

Anlage A
 

Verzeichniß

 

        der

zum s. g. Eichheister – Dienst Verpflichteten

Reihestellen und deren Besitzer in Den-

kershausen.

 
 
  Namen

Lauf. 

Brand
Cass.
der

No.

No.Reihe – Einwohner
 

1.

13.Ernst Rust

2.

15.Ernst Gerig

3.

16.Ludwig Wedekind

4.

17.Heinrich Wehrmann

5.

18.Johann Daniel Schatte

6.

19.Andreas Friedrich Wahshausen

7.

20.Heinrich Pramann

8.

27.Jacob Kulp's Erben

9.

14.Wilhelm Wahshausen

10.

21.Christian Bode 

11.

22.Heinrich Wahshausen

12.

23.Wilhelm Armbrecht

13.

24.Gottlieb Sölter 

14.

25.Christoph Ahlbrecht

15.

1.Friedrich Wallhausen

 

 



 

 

  Namen 

Lauf.

Brand
Cass.
No.
der 

No.    

  Reihe – Einwohner 
  
 

16.

26. Heinrich Hueg 

17.

3.Heinrich Rieke 

18.

4.Dietrich Sander 

19.

5.Wilhelm Hasper Erben 

20.

6.Heinrich Müller Erben 

21.

7.Georg Armbrecht jun. Erben 

22.

8.Andreas Sander Erben 

23.

9.August Famme 

24.

10.Christoph Macke 

25.

11.Gottlieb Meyer 

26.

12.Re. Herwieg 
      
      
  Von diesen 26 verpflichteten Reihestellen
  sind 3 für die befreiten drei Orts-
  Vorgesetzten in Absatz zu bringen und
  verbleiben demnach die Reluitions-
  Gelder für 23 Reihestellen zur Berech-
  nung.

 

 



 



Copia

   Nachdem die Ablösung der sogenann-
ten Eichheister – Dienste gestattet worden,
so beauftragen und bevollmächtigen Wir
hiemit den Amts – Assessor Jehse, Namens
Unserer den Ablösungs – Contract zu voll-
ziehen und auf dessen Bestätigung bei der
Ablösungs – Commission anzutragen.
Es ist diese Vollmacht der für den Ab-
lösenden bestimmten Ausfertigung des 
Contracts urschriftlich anzulegen.

Hannover, den 13. Januar 1841

Königlich – Hannoversche Domainen – Cammer

(L.S.)            v. Voss


Vollmacht    Pro copia
   für
den Amts – Assessor Jehse
in Northeim   
                  (Krimsche)
             Amts – Assessor
 



 

Ablösungs – Receß
     für
die Reihe – Einge-
sessenen der Gemein-
de Denkershausen

pro term. ---------- 6 gg
 „   Bestät. ------ 12 gg
 „    vic.  -------- 6 gg
 „   cop.  -------- 14 gg
-----------------------
              =    1 rth 14 gg
 



 

No. 5335


Nachdem mit Genehmigung des Königlichen
Ministerii der geistlichen und Unterrichts -
Angelegenheiten den in der Anlage verzeich-
neten 26 Hauswirthen zu Denkershausen, König-
lichen Amts Northeim, von denen jeder all-
jährlich Michaelis dem Klosteramte Wiebrechts-
hausen ein Zehnthuhn zu prästiren hat, von Uns
gestattet worden, diese Zehnthühner von jährlich
= Sechs und Zwanzig Stück gegen Einzahlung
eines zu
= Vier und Fünfzig Rthr. 4 ggr. – pf
verglichenen Capitals abzulösen und das oben-
genannte Ablösungscapital bereits baar
bezahlt worden, auch jene Zehnthühner zum
letzten Mal pro Michaelis 1840 geliefert
worden; so wird unter Unserer Unterschrift
und Unserem Siegel hiemit anerkannt, daß
diese Zehnthühner durch Capitalzahlung abge-
löset worden und sollen dieselben weder
von dem zeitigen noch von den künftigen
Besitzern der damit beschwerten Häuser
zu Denkershausen jemals wieder einge-
fordert werden.

                Zur
 



 

Zur Urkunde dessen ist dieses Ablösungs – Ab-
lösungs – Document statt förmlichen Contracts
ausgefertigt worden und bleibt den Censiten
als Ablösenden überlassen, diese Ablösung bei
der betreffenden Districts – Ablösungs – Com-
mission anzumelden und bestätigen zu
lassen.

So geschehen   Hannover den 2. Februar 1841


        (Siegel)


Königlich Hannoversche Kloster – Cammer

              (Unterschrift)
 

 

Die Ablösung des "Zehnten"

Begann bei uns in den dreißiger und vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Im Regelfall war die Ablösung durch den 25fachen Wert des Jahreswertes möglich. Also z.B. 1 Huhn = Geldwert mal 25.