1862 - Verfügung über die Kosten zum Communalwegebau

Selbst vor mehr 150 Jahren waren allgemeine Dienstleistungen durch die Einwohner zu erbringen. Dienten sie zur Erhaltung oder Erweiterung der Infrastrukturwar es immer eine gute Sache.

Dann gab es Personen die machten da mehr oder weniger freudig mit und brachten sich ein. Andere dagegen hielten sich zurück, waren am Ende aber Nutznießer der Einrichtung.

Mit der Entscheidung der Landdrostei Hildesheim vom 2. Juni 1862 war diese "Trittbrettfahrer-Tour" jetzt vorbei.

Es wurden für geleistete Dienst hier im Wegebau jetzt eine Vergütung an die mitmachenden Personen zugesprochen.

Diese Vergütungen wiederum wurden durch eine Anhebung der Grundsteuer eingetrieben.

Eine sehr kluge Entscheidung will man meinen.


DSCN4475
Nr. 7247
Copia
 
     In Erwiederung auf den Bericht vom
     24. v.M. wollen Wir zu dem wegen
Leistung der Communalwegbaudienste in
Denkershausen von der dasigen Gemein-
de zufolge der hierneben zurückerfol-
genden Anlage gefaßten Beschlusse,
wornach die gedachten Dienste künftig
vergütet und die erforderlichen Ko-
sten nach Maßgabe der Grundsteuer
aufgebracht werden sollen, die Genehmi-
gung hierdurch ertheilen.
     Hildesheim den 2. Juni 1862
Königlich-Hannoversche Landdrostei
gez:/ v. Isendorff
 
An
Königliches Amt
Northeim
 
 
Vorstehendes landdrosteiliche Rescript
wird der Gemeinde Denkershausen statt
 
                                                     be-
  

DSCN4476
besonderer Eröffnung abschriftlich zugefer-
tigt.
     Northeim den 6. Juni 1862
Königlich Hannoversches Amt
 
                Heyne
  

DSCN4477
 
 
                  An
          den Gemeinde-
             Vorstand
                   zu
          Denkershausen