1866 - Anschaffung einer Feuerspritze

Das es schon in viel früheren Zeiten unseres Dorfes ein Feuerlöschwesen gegeben haben muss, liegt eigentlich auf der Hand. Wollten sich die Bürger doch gegen den Verlust von Hab und Gut durch immer akute Feuergefahren schützen. Dazu wurde jede helfenden Hand im Gefahrenfall gebraucht und wie weit das alles bereits struktriert, sprich einer Feuerwehr, organisiert war, ist nicht bekannt.

Etwas in dieser Form muss es aber um 1866 bereits gegeben haben. So hat das Königliche Ministerium des Innern hier eine Abmahnung erteilt, nachdem die Gemeindeversammlung keine ordentlichen und rechtzeitigen Beschlüsse auf den Weg gebracht hat.

Immerhin ging es um 100 Reichsthaler als Zuschuss zu den anstehenden Beschaffungskosten.


Die zweite Frage zum angesprochenem Dokument wird später beantwortet, wenn die Frage zum Osterbrunnen geklärt. >siehe hier



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Cito! 
  
Das Königliche Ministerium des 
Innern hat die Bewilligung der Bei- 
hülfe von 100 Thaler für die Denkers- 
hauser Feuerspritze an die Bedingung 
geknüpft, daß die Anschaffung dersel- 
ben nachweislich bis Ende d.M. er- 
folgt sei, nachdem die ursprüng- 
liche Frist (1. Juli) nicht inne 
gehalten werden konnte. – Wir 
machen den Gemeinde-Vorstand 
dafür verantwortlich, in einer 
schleunigst zu berufenden Gemeinde- 
Versammlung Beschlüsse zu veran- 
lassen, welche Maßregeln zur 
Sicherung der Lieferung etwa bis 
zum 22. d.M. December gegen die 
nach wiederholter Erneuerung der 
Fristbewilligungen immer noch 
  
säu- 
   
 Hier fehlt etwas vom Original aus dem Stadtarchiv
 Die Foto-Nummern stimmen aber. 
   

 


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In der Angelegenheit, betreffend 
die beantragte Abtretung des Anger- 
grundstücks am Osterbrunnen bei 
Denkershausen an die dortige Gemeinde, 
veranlassen wir den Gemeinde-Vor- 
stand von Denkershausen hierdurch sich 
1,  zur Eröffnung eines Rescripts König- 
     licher Kloster-Cammer zu Hannover 
     vom 15. Februar d.J.  
2,  zur Verhandlung über dessen Inhalt 
     in Gemeinschaft mit dem Oeconomen  
     Keerl von hier,  
     am Donnerstage den 22. März d.J. 
     praecise 10 Uhr Vormittags 
     in der Wohnung des unterzeichneten 
     Beamten (beim Kaufmann Mehl- 
     baer, Ecke der Breitenstraße und des 
     Markts) zu Northeim einzufinden. 
        Northeim, den 17. März 1866 
          Königliches Stifts-Amt 
v. Schwarzkopf 
An 
den Gemeinde-Vorstand 
von Denkershausen 
A. 
   

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(Stempel) 
An 
den Bauermeister Klapproth 
zu 
Stifts-Amt North.   Denkershausen 
  
(Stempel)