Gemeindeausschuß-Protokolle - Jahrgang 1928

Es werden behandelt:
 

  • Eine kleine Gemeindereform:
  • Zuordnung von Wiebrechtshausen - Nach Holtensen oder Denkershausen
  • und das Bonbon dazu.

 

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Anwesend:
W. Lüdecke, Gem.-Vorst.
H. Wehrmann
A. Kulp
Fr. Bode
W.Armbrecht
A.Ebbecke
H.Cornehl
Ad.Rennrodt
W. Hulp.
Außerdem waren
Anwesend
Der Regierungsrat
Dr. Connring als
Kommiss. Landrat
und der Kreisober-Inspektor Baldauf

 

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Geschehen
zu Denkershausen den 25. Januar 1928


In der heutigen Gemeindeaus
schuß - Versammlung, welche, wie der
unterzeichnete Gemeinde-Vorsteher da-
mit bezeugt, unter allgemeiner An-
gabe des Zwecks rechtzeitig und in
ortsüblicher Weise bekannt gemacht
war erschienen die hierneben verzeich-
neten Gemeindeausschußmitglieder.
   Da überhaupt  8  Ausschußmit-
Glieder vorhanden sind, so war die
Versammlung beschlussfähig.
  Nach vorgängiger Verhandlung
wurde einstimmig beschlossen:
      Der Gemeindeausschuß
erklärt sich grundsätzlich damit
einverstanden, dass der Gutsbezirk
Wiebrechtshausen den Vorstellungen
des Herrn Landrat entsprechend
mit der Gemeinde Denkershausen
vereinigt wird.  Er erklärt ferner
seine Bereitwilligkeit,den
Weg von Denkershausen nach
Wiebrechtshausen innerhalb eines
Jahres Landstraßenmäßig auszu-
bauen. Wegen Reinigung
und Unterhaltung des Dünen-
baches wird auf den § 22 des
Rezesses hingewiesen.
     Vorg. genehmig. unterzeich.
            W. Lüdecke
        Gemeindevorsteher


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Von einer Nieder-
schrift wurde abge-
sehen





 

 


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Geschehen
zu Denkershausen den 6. März 1928
 

In der auf heute anberaum-
ten Gemeindeausschuß-Versamm-
lung, welche der Gemeindevorsteher
damit bezeugt, rechtzeitig unter
allgemeinjer Angabe des Zweckes
in ortsüblicher Weise bekannt
gemacht war, erschienen die hier-
neben verzeichneten Gemeindeaus-
schußmitglieder. Da überhaupt
8 Ausschußmitglieder in der
Gemeinde vorhanden sind, so
war die Versammlung beschluß-
fähig.
  Nach vorgängiger Verhandlung
wurde                      beschlossen-

Wir halten an unserem Beschluß
vom 25.1.28 fest. Der Gemeinde-Aus-
schuß würde sich nach in Unkosten
Falle auch damit abfinden, daß die
Gebäude des Gutsbezirk Wiebrechtshausen
der Gemeinde Holtensen zugeteilt
wird und die Gemeinde alsdann einen
Zuschuß an die Gemeinde Holtensen
leistet welcher sich nach der Zahl der
die Schule in Holtensen besuchenden
Kinder richtet zuzüglich 10% für
Fürsorgelasten.

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Anwesend:
Wilh.Kulp
Av.Rimrodt
Aug.Ebbecke
Heinr Wehrmann
Wilh. Armbrecht
Gem.Vorst, Lüddecke

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         Geschrieben
     zu Denkershausen den 29. März 1928.
    Zu der auf heute anberaumten
Gemeindeausschuß-Versammlung, welche
wie der unterzeichnete Gemeindevorsteher
bezeugt unter allgemeiner Angabe
des Zwecks rechtzeitig in Ortsüblicher Weise
bekannt gemacht war erschienen
die hierneben verzeichneten Ausschuß
mitglieder. Da überhauptacht gemeinde
ausschußmitglieder in der Gemeinde
vorhanden sind, war die Versammlung
beschlussfähig.
   Nach eingängiger Verhandlung wurde
Einstimmig beschlossen.
 1. Die Staßenzüge oberhalb der Wasser-
Leitungsquelle in der langen Hecke
und am Armenhause sollen mit
einer Steindecke bzw. Rummersteinen
Ausgebessert werden.
2. Die  Steine von Hermann Henne
sollen mit 1,75 Mark je Meter
bezahlt werden
3. Die Gruben in der Feldmark
  sollen soweit nötig aufgebracht
werden .
Die genannten Arbeiten sollen
durch die Gemeindemitglieder
In Hand und Spanndienst
ausgeführt werden
Die restlichen Kosten für Dienstleist
Arbeiten sollen durch Beiträge gemäß
§ 9 des Kommunalabgabengesetzes
Von den Grundeigentümern erhoben
werde. Die Einrichtung der Leitungen

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Geschieht durch Hand- und Spanndienst.
Die Höhe der Beitragspflicht wird bemessen
nach dem Verhältnis der von
den Eigentümern der Gemeinde Denkershausen
zu entrichtenden Grundvermögenssteuer.
Die Pflicht ist so berechnet, da für
Je 15 Pfennig einmonatliche Steuer
ein Arbeitstag zu leisten ist; ein Tag mit
Gespann ist gleichzusetzen mit 3 Tagen
Handarbeit. Für jeden nicht geleisteten
Arbeitspflichttag haben die Pflichtigen
vier Mark in die Gemeindekasse zu
zahlen.

Dieser Beschluß nebst einer Aufstellung
über die Beitragspflicht der einzelnen
Eigentümer ist während eines Zeitraums
von 4 Wochen beim Gemeindevorsteher
offen zu legen.
Das ist in Ortsüblicher Weise mit dem
Bemerken bekannt zu geben, dass
Einwendungen gegen den Beschluß
nur innerhalb der Offenlegungsfrist
Beim Gemeindevorsteher anzubringen sind
 

       Der Gemeindevorsteher
             Lüdecke

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Anwesend
W. Lüdecke, Gem Vrst
Fr Bode
H. Wehrmann
Ad Rimrodt
Aug Kulp
H Cornehl
A. Eslarlake
W Kulp
W. Armbrecht


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          Geschrieben
    zu Denkershausen den 13 April1928

    In der auf heute anberaumt-
ten Gemeindeausschußsitzung welche,
wie der unterzeichnete Gemeinde-
vorsteher damit bezeugt unter all-
gemeiner Angabe des Zwecks recht-
zeitig und in ortsüblicher Weise
bekannt gemacht war, erschienen
die hierneben verzeichneten Gemeinde-
ausschußmitglieder.  Da überhaupt
8 Ausschußmitglieder in der Ge-
meinde vorhanden sind, war die
Versammlung beschlussfähig.
    Nach eingängiger Verhandlung
wurde einstimmig beschlossen:
1.  Der vorgelegte Haushaltsplan für
das Rechnungsjahr 1928 wird in
Einnahme und Ausgabe mit
6531 Mark, wörtlich: Sechstausend
fünfhundert ein und Vierzig Mark
festgesetzt.

2.  Zur Deckung der Gemeindeausgaben
soll ein Zuschlag vom
200 % zur staatl. Grundversorgungssteuer
200 % zur Gewerbesteuer nach d. Erträgen
200 % zur Gewerbesteuer nach dem Kapital
Erhoben werden.
        Der Gemeindevorsteher
                 Lüdecke

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Gemeindevorsteher

Fr.Bode

Aug. Kulp

Wilh.Armbrecht

Heinrich Cornehl

Heinrich Wehrmann

Aug Ebbecke

Adolf Rimrodt

Wilh. Kulp


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    Geschrieben
zu Denkershausen den 10.11.28.
          In der auf heute an
beraumten Gemeindeausschuß-
versammlung, welche wie der
unterzeichnete Gemeindevosteher
damit bezeugt, unter allge-
meiner Angabe des Zwecks
rechtzeitig und in ortsüblicher
Weise bekannt gemacht war,
erschienen die hierneben ver
zeichneten Gemeindeausschuß
mitglieder.
        Da überhaupt 8 Ausschuß
Mitglieder vorhanden sind, so
war die Versammlung beschlussfähig.
        Nach eingängiger Verhand
lung wurde das nachfolgende
beschlossen.
1.  Es soll wegen Aufbringen
und gründlicher Räumung
des Ausflußgrabens am Teiche
Beschwerde- bzw. Klageschrift
durch das Landratsamt ein-
gereicht werden.

2.  Die zum Wasserdurchfluß
vom Hause des Carl Sander
erforderlichen Röhren sollen
von Sander angeliefert wer-
den. Das Einbringen durch die
Straße übernimmt die Ge-
meinde.
3.  Der Antrag des Carl Sander
wegen Einsetzen von Fischen in
den Hellerteich wird abgelehnt.


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4. Die ­­Vergnügungssteuer
wurde auf 6 Mark je Tag
öffentliches Vergnügen festgesetzt.
Vereinsvergnügen bleiben der
Gemeinde vorbehalten.
        Lüdecke

(raspei)