Gemeindeausschuß-Protokolle - Jahrgang 1937

Es wurden behandelt:

  • Spritzung der Obstbäume
  • Mietschulden des Lehrers Leimeister
  • Ankauf des Molkereigebäude

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(Nichts verzeichnet)

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Denkershausen, den 22.2.37

 

In der auf heute anberaumten Gemeinde-
ratssitzung waren nebenstehend verzeichnete
Mitglieder erschienen.
    Nach vorangegangener Erklärung  der ein-
zelnen Punkte der Tagesordnung wurden
nachfolgend verzeichnete Beschlüsse gefaßt.

I) Es wurde einstimmig beschlossen, die
Spritzung der Obstbäume vorschriftsmäßig so
wie es von der Behörde verlangt wird
durchzuführen. Die Durchführung der Arbeit soll
einer geeigneten Person übertragen werden,
wozu jeder Obstbaumbesitzer eine Person
zur Hilfestellung zu stellen hat.
  Da bei dieser vorgenommen Durchführung nur
der Ortsteil Denkershausen in Frage kommt,
wird die Verrechnung der Unkosten durch
die Feldmarkkasse geregelt.

2) Auf den Antrag des Lehrer Leimeister in
Northeim, lautend auf Verzicht von der
Gemeinde auf die noch rückständige Miete
der Schulwohnung für die Zeit vom 1.7.35 -
30.10.35 wurde nachstehender Beschluß gefaßt:
   Damit der Ausfall von Miete der Gemeinde
wieder ersetzt wird soll der Lehrer L.
für die Zeit vom 1. Juli bis 30. September
30 Rm zahlen. Der Lange welcher die
Wohnung zu einem ganz kleinen Teil
benutzt hat, soll für das halbe Jahr so lan-
ge er die Genehmigung hierfür hat, gar
5 Rm zahlen.

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3) Die beiden öffentliche Wege in Wiebrechts-
hausen sollen vorschriftsmäßig mit einer
neuen Steindecke versehen werden. Die
Arbeiten werden wie bisher von der Ge-
meinde selber ausgeführt. Die in Frage
kommen Wege sind die Strecke vom
Schafstall bis zum Gärtnerhaus und die
Strecke von der Seeener Landstraße in
südlicher Richtung bis zur zum Tor.
4 Es ist ferner beschlossen eine Dorfkronik
und die dazu erforderlichen
Kosten von der Gemeindekasse zu
übernehmen.

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geschehen Denkershausen den 15.3.37

     Zu der auf heute anberaumten Ge-
meinderatssitzung waren nebenstehend ver-
zeichnete Mitglieder erschienen.
    Der unterzeichnete Bürgermeister faßte
nach vorgschriebener Anhörung der neben-
stehen aufgeführten Gemeinderäte fol-
genden Beschluß.
  Zur Aufbringung der Mittel für
die vorgeschriebenen Rücklagen der
Gemeinde wird die Bürgersteuer
für das Rechnungsjahr 1937/38 von
100 v.H. auf 300 v.H. des Reichsat-
zes erhöht.
          V.  G.  U.

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Georg Giesemann
Aug. Kulp
Aug. Ebbecke
Aug. Otte
Fried. Bode
Aug. Seeger

Kahmann

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Denkershausen, den 25.6.37

Zu der auf heute anberaumten
Gemeinderatssitzung waren nebenste-
hend verzeichnete Mitglieder erschienen.

Zu Punkt 1 der Tagesordnung. Antrag
des Arbeiters Karl Brünig wegen
pachtweiser Überweisung eines Bau-
platzes zur Errichtung eines Holz-
und Strohschuppen am Speckhaken
wurde einstimmig nachstehender Beschluß
gefaßt.
Auf die Verfügung des Herrn Landrat
vom 23. Juli 1937 betr. Hinweisung den
in Frage kommenden Bauplatz dem
Antragsteller als Eigentum zu über-
lassen, kann die Gemeinde aus wirt-
schaftlichen Gründen ihre Zustimmung
nicht geben.
  Der Bauplatz soll dem Antragsteller
in Erbpacht zu einem Pachtpreise von
jährlich 1 Rm überlassen werden.

             V.  g.  H.

                     Giesemann

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Georg Giesemann
Aug. Kulp
Friedr. Bode
Albert Eggers
Aug. Ebbecke
Aug. Seeger
Aug. Jahns

111
Denkerhausen, den 4.11.37

Zu der auf heute anberaumten Ge-
meinderatssitzung waren nebenstehend
verzeichnete Mitglieder erschienen.

  Da nur ein Punkt auf der Tages-
ordnung zu verzeichnen war, wurde
nach kurzer Beratung und Anhörung
der anwesenden Gemeinderäte durch
den unterzeichneten Bürgermeister
nachstehender Beschluß gefaßt.

   Die Bürgersteuer 1938 wird
wie vergangenen Jahre in Höhe
von 100 % des Reichssatzes
erhoben.

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Georg Giesemann
Aug. Kulp
Aug. Ebbecke
Fr. Bode
Alb. Eggers
H.G. Kahmann
Aug. Jahns
Aug. Seeger

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Denkershausen, den 13.12.37


Zu der auf heute anberaumten
Gemeinderatssitzung waren nebenstehend
verzeichnete Mitglieder erscheinen.

Punkt I der Tagesordnung
Ankauf der des Molkereigebäudes von Seiten
der pol. Gemeinde.
         Nach längerer Beratung wurden von
einigen Mitgliedern Bedenken gegen den
Ankauf vorgebracht.  I. Das Gebäude hat au-
genblicklich keinen vollen Wert für die
Gemeinde. II. Sollten sich nach dem Ankauf
für die Gemeinde keinerlei Nachteile darauß
ergeben? Sodann würde dem Bürgermeister
Giesemann die Frage vorgelegt, ob derselbe
die Verantwortung übernehmen könne, daß
der Gemeinde keine Nachteile auf irgend
einer Weise durch den Ankauf des Gebäu-
des entstehen könnten.
Als dann der Bürgermeister Giesemann
erklärte, daß derselbe persönlich keine Ver-
antwortung in obengenannter Angelegen-
heit übernehmen könne, wurde einstim-
mig beschlossen von dem Ankauf des Molke-
reigebäudes Abstand zu nehmen.
II. Nach kurzer Beratung nachdem die An-
wesenden von dem Bürgermeister Giesemann
in dieser Angelegenheit aufgeklärt waren,
wurde nachstehend verzeichneter Beschluß
gefaßt. Dem Bürgermeister Giesemann
soll für die weiterführung der Schlacht-
steuerhilfsstelle eine Entschädigung von
16 Rm gewährt werden aus der Gemein-

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113

dekasse. Die Entschädigungssumme wird
dadurch festgelegt daß die jährliche Auf-
wandsentschädigung des Bürgermeisters
von 360 Rm auf 376 Rm erhöht
wird.
Punkt III Die Schadensverhütungs Versicherung
für den Gemeinderechnungsführer

Nach kurzer Belehrung und
Aufklärung durch den zur Zeit
anwesenden Vertreter der Vers-
icherungs-Gesellschaft Hermes schloß
der Bürgermeister mit Zustimmung der anwesen-
den Mitglieder einen Versicherungs-
vertrag für den Rechnungsführer
in Höhe von 1500 Rm mit einer
Jahresprämie von etwa 18 Rm ab.-

                V.  G.  U.

                          Giesemann

 

aa

Wer waren nun Parteigänger in der NS-Zeit?

Eine Liste ist hier einzusehen.
Es ist allerdings nicht dokumentiert wer sie erstellt hat noch wann.
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