Statistik zu den Ein- und Ausgaben der Jahre 1791 bis 1794

Durch den glücklichen Umstand einmal etwas genauer bzw. über einen längeren Zeitraum in die Kassenführung des Ortes zu sehen, ist die unten angeführte Grafik entstanden.

Die Einführung der Kopfsteuer hat genaue Aufzeichnungen verlangt und der Bauermeister ist dem, wie man sehen kann, nachgekommen.

Nicht erklärbar sind immer wieder einige Lücken innerhalb der Tierbestände. Ebenso die unterschiedliche Bewertung zwischen "Heußling" und "Brinksitzer". Handelt es sich hierbei doch immer um Personen die nur wenig, oder kein Land besaßen und sich mehr oder weniger als Tagelöhner verdingten.

Trotz bestehender Kriege im Land und Missernten zeichnet sich Denkershausen doch mit einer gewissen Kontinuität aus. Die Tierbestände blieben weitgehend gleich und sind nur geringen Schwankungen unterworfen. Es zeigt sich aber auch, aus der natürlichen Population wurden zusätzliche Bestände nur kurz gehalten. Entweder dienten sie zum Weiterverkauf und damit der Einkommenssicherung oder der Selbstversorgung. Eine Art Vorratshaltung bei Fleischprodukten war noch nicht, oder nur kurze Zeit möglich. Pökeln z.B., Konservierung in Büchsen und Gläsern noch unbekannt.

Unbeantwortet wird die Frage nach der Verteilung der Huf- u. Klauentiere auf einzelne Höfe bleiben.
Einzige Auskunft oder Schätzung zu den  Einwohnern (>siehe unter Jahr 1775)  gab es keinen richtigen Ackerhof, sondern nur maximal Kötner >hier lesen oder die o.e. Heußlinge und Brinksitzer. >hier lesen

Insofern könnte man mindestens die Kötner als Pferdebesitzer wohl einordnen.