Das Höferecht

Über die Jahrhunderte galt es als allgemeine Regel, der Erstgeborene bzw.
männliche Nachkomme hatte später den Hof vom Alt-Bauern zu übernehmen.
Gleichzeitig aber auch die Verpflichtung vorhandene Geschwister in angemessener Form zu entschädigen und den Altenteilern (also den Abgebern) einen auskömmlichen Lebensabend zu ermöglichen.
Gab es keinen männlichen Erben, waren es jeweils die älteste oder
jüngste Tochter. Hier unterscheiden sich die Anwendungen ja nach Landstrich in der Erbfolge.
Mitte des 19. Jhrd. kam es in Preußen zu einer Verordnung, die das alles regeln sollte. Nicht immer hatten sich zuvor die Abgeber an diese nicht festgeschriebene Regel

gehalten und so kam es, dass die Höfe immer weiter aufgesplittet wurden und letztlich keinem mehr ein Auskommen zum Lebensunterhalt sichern konnten. Die Flächen waren einfach zu klein
geworden.
Man sprach von der Höfeordnung.

Mit den Nationalsoziallisten im Jahr 1933 wurde diese Höfeordnung außer Kraft und durch das Reichserbhofgesetz ersetzt.

Nach dem Zusammenbruch hat die britische Militärregierung 1947 dieses Gesetz wieder abgeschafft und später die neue Höfeordnung erlassen.

Später, 1976, wurde sie überarbeitet und ist heute Bundesrecht geworden.

Mehr Informationen zum Höferecht es hier!

Ein Exemplar des damaligen Höferechtes (1950) ist uns erhalten geblieben und kann unten nachgelesen werden.

 

 

Einführung in das Höferecht - Drucklegung um 1950

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