1908 - Bildung eines Gemeindeauschusses

Manchmal ist Demokratie gestalten etwas schwierig, zumal wenn die Monarchie noch oben drauf sitzt.
Also traf man sich zur Gemeindeversammlung am 13. Juni 1908 um über die Bildung eines Gemeindeausschusses zu befinden. Ja, sagten die Teilnehmer, eine gute Sache. Die Erarbeitung eines eigenen Ortsstatutes hielten sie aber nicht für nötig.



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  Geschehen
Anwesend zu Denkershausen den 13 ten Juni
1. H. Meinecke31908
2. F. Albrecht7 
3. A. Armbrecht3     In der heutigen Gemeinde- (Ausschuß-) Ver-
4. L. Kulp2sammlung, welche, wie der unterzeichnete Gemeinde-
5. A. Washausen2Vorsteher damit bezeugt, unter allgemeiner Angabe
6. W. Eckhardt                  1des Zweckes rechtzeitig in ortsüblicher Weise bekannt
7. F. Voß16gemacht war, erschienen die hierneben/anliegend verzeichneten
8. A. Otte3Gemeinde- (Ausschuß-) Mitglieder. Da überhaupt
9. W. Sander K3147 Stimmen (Ausschuß-Mitglieder) in der Ge-
10. A. Kulp                         4meinde vorhanden sind, so war die Versammlung
11. W. Cornehl                     2beschlußfähig.*)
12. W. Schatte1     Nach vorgängiger Verhandlung wurde
13. H. Henne6mit 87 Stimmen beschlossen:
14. F. Müller3 
15. Willy Lüdecke41  Bildung eines Gemeindeausschusses.
16. W. Wetter1Da die Mehrheit der Anwesenden
17. F. Bode5es nach den heutigen Verhältnis-
18. W. Macke4sen für zweckmäßig erachtet
19. B. Meinecke3das ein Gemeindeausschuß
20. H. Renziehausen3in hiesiger Gemeinde gebildet
21. H. Wehrmann5wird, so wurde die Einrichtung
22. W. Sander T.3eines solchen beschlossen.
23. G. Giesemann32  Verhandlung über die Einricht-  
  ung eines Ortsstatuts.
  Da die Meinung der Mehrzahl der
  Real-Gemeinde Mitglieder
  gegen die Einrichtung desselben
  ist denn die Gemeinheiten sind
  Vorteil aus der Holzberichtigung
  erwachsen circa 100 M Einkommen.
  Diese Summe wurde wegen
  der Verkoppelung in den 
  letzten Jahren etwas erhöht
   
   
       *) Es muß mindestens1/3 der vorhandenen Stimmen und wo
  Ausschüsse sind, mehr als die Hälfte der Mitglieder vertreten sein.
  Gesetz, die Landgemeinden betr., vom 28. April 1859, § 44 und 59.
 I. 5. 
 Verlag Wilh. F. Kassebeer, Northeim.


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  Dafür tritt aber auch wieder
  eine entsprechende Abzug ein
  also daß die Realgemeinde
  es nicht für nöthig erachten
  ein Ortsstatut zu gründen
   
  vorgelesen   
  genehmigt
  Der Gemeindevorsteher
  Meinecke