1909 - Wahl eines Schiedmannes

und seiner Stellvertreters. Bei aller Klagefreudigkeit im Ort, ein Schiedsmann ist eine gute Einrichtung für die kleinen banalen Streitigkeiten, meist nachbarschaftlicher Natur, um hier eine Schlichtung herbei zu führen. Dieses Ehrenamt dürfte immer wieder einmal zwei Kontrahenten im Dorf geholfen haben.


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  Geschehen
  zu Denkershausen den  16ten November
Anwesend 1909
1.  H. Meinecke14 
2.  F. Voß34     In der heutigen Gemeinde (Ausschuß-) Ver-
3.  F. Albrecht19sammlung, welche, wie der unterzeichnete Gemeinde-
4.  W. Washausen13Vorsteher damit bezeugt, unter allgemeiner Angabe
5.  G. Giesemann7des Zweckes rechtzeitig in ortsüblicher Weise bekannt
6.  W. Sander6gemacht war, erschienen die hierneben/anliegend verzeichneten
7.  W. Eckhardt3Gemeinde  (Ausschuß-) Mitglieder Da überhaupt
8.  F. Renziehausen4392 Stimmen Ausschuß- Mitglieder)in der Ge-
9.  Wittwe Bode11meinde vorhanden sind, so war die Versammlung
10.  W. Lüdecke10beschlußfähig.*)
11.  A. Otte9     Nach vorgängiger Verhandlung wurde
12.  A. Rimrodt5mit 185 Stimmen beschlossen:
13.  B. Meinecke9 
14.  H. Renziehausen8Wahl eines Schiedsmanns
15.  A. Broihan2und eines Stellvertreters
16.  A. Asmus19 
 185Es wurde unter Berücksich-
  tigung der bekannten
  Grundsätze gewählt. Den früheren
  Schiedsmann und Stellvertreter wieder
  1.  Der Musicus W. Eckhardt
  als Schiedsmann
  2.  Der Tischlermeister W. Sander 
  als Stellvertreter
   
  Es erklärte auf Befragen
  der Herr W. Eckhardt
  die Wahl anzunehmen.
  Der zum Stellvertreter
  W. Sander wahr nicht 
  anwesend.
  Der Gemeindevorsteher
  Meinecke
   
  Es erklärten auf Befragen die beiden Herrn
  die Wahl anzunehmen
   
       *) Es muß mindestens1/3 der vorhandenen Stimmen und wo
  Ausschüsse sind, mehr als die Hälfte der Mitglieder vertreten sein.
  Gesetz, die Landgemeinden betr., vom 28. April 1859, § 44 und 59.
I. 5.  
Verlag Wilh. F. Kassebeer, Northeim.