1910 - Eine Menge Geld ist im Dorf

Mit Installierung der Wasserleitung im Jahre 1909 wurden die anstehenen Wassergelder noch bar eingezogen, Bankgeschäfte im heutigen Sinn waren noch nicht denkbar.D.h. plötzlich kamen erhebliche Beträge im Dorf zusammen, die in irgend einer Weise ja sicher aufgehoben werden mußten. Es stand deshalb die Frage im Raum, sollen wir einen Geldschrank anschaffen, ja oder nein?
Hier kommt der Gemeindebeschluss.

Geschehen


DSCN1250

zu Denkershausen den  24ten September
 1910
Anwesend 
1.  H. Meinecke     In der heutigen Gemeinde (Ausschuß-) Ver-
2.  A. Armbrechtsammlung, welche, wie der unterzeichnete Gemeinde-
3.  H. HenneVorsteher damit bezeugt, unter allgemeiner Angabe
4.  L. Kulpdes Zweckes rechtzeitig in ortsüblicher Weise bekannt
5.  A. Ottegemacht war, erschienen die hierneben/anliegend verzeichneten
6.  F. VoßGemeinde  (Ausschuß-) Mitglieder Da überhaupt
7.  W. Lüdecke10 Stimmen (Ausschuß- Mitglieder) in der Ge-
8.  W. Sandermeinde vorhanden sind, so war die Versammlung
9.  W. Wedemeierbeschlußfähig.*)
      Nach vorgängiger Verhandlung wurde
 mit 9 Stimmen beschlossen:
  
 Zur Beschaffung eines Geld-
 schrankes, dagegen wahr die
 Meinung des Gemeinde-
 ausschusses, da die Gemeinde
 noch zu sehr belastet werde,
 und in nächsten Jahren auch
 wohl nicht der Kassenbestand
 so hoch sein wirdt wie in
 diesem Jahre und der
 Rechnungsführer für Auf-
 bewahrung der Gelder
 Sorge tragen will, so könnte
 wohl die Beschaffung eines
 Geldschrankes noch einige
 Jahre aufgeschoben werden.
 v. g. u.
 Der Gemeindevorsteher
 (Stempel)                                     Meinecke
 Gemeinde 
 Denkershausen  
  
      *) Es muß mindestens1/3 der vorhandenen Stimmen und wo
 Ausschüsse sind, mehr als die Hälfte der Mitglieder vertreten sein.
 Gesetz, die Landgemeinden betr., vom 28. April 1859, § 44 und 59.
  
I. 5. 
Verlag Wilh. F. Kassebeer, Northeim.