1913 - Willi Washausen`s Gemeindeberechtigung

war für den Berechtigten wohl nicht mehr tragbar. Die Realgemeinde beauftragt den Gemeinde-Ausschuss mit dem Ankauf.
Das passiert auch und erst dann hinterfragt man die Bezahlung!!

Ein denkwürdiger Vorgang, der selbst in der heutigen Politik noch üblich ist.
Grundsätzlich ist der Sinn dieses Dreiecksgeschäftes nicht klar. Zu welchem Zweck wurde die Gemeinde für diesen Kauf vorgeschickt?

Ferner kam auch der Beschluss die Viehwaage des Willi Washausen anzukaufen. Sofern der Preis stimmte. Er wird wohl bei der angespannten Lage des W. Washausen gestimmt haben. Die Waage wurde dann vermutlich im "Piepenbrink" aufgestellt.

 



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 Geschehen
 zu Denkershausen den 23. Mai 1913
  
 Nach dem die Real-Gemeinde rechtzeitig
 vorher geladen war, fand heute eine Versammlung
 statt.
 1  Auf Beschluß der Real-Gemeinde Denkershausen
 von 29. März ds. Js. wurde der Gemeindevorstand
 1  Gemeindevorsteher Meinecke und die beiden
 Beigeornete Macke Lüdecke beauftragt die
 Gemeindeberechtigung des Köthners Willi Washausen
 für die Real-Gemeinde käuflich zu erwerben.
 Der Gemeindevorsteher Meinecke hat am 20. Mai
 die Gemeindeberechtigung käuflich erworben
 für 5000 M. Die Auflassung soll zum 1. August
 d. J. erfolgen und desgleichen die Einzahlung.
 Die Real-Gemeinde bevollmächtigt den
 Gemeindevorstand und beauftragt denselben
 wie es am vorteilhaften findet das
 Kapital anzuleihen.
 2,  Es wurde ferner beschlossen die Viehwaage
 des Köthners Willi Washausen für
 einen angemessenen Preis für die
 Real-Gemeinde käuflich zu erwerben.
  
 v u g
 Der Gemeindevorsteher 
 Meinecke