Eine Straßenbeleuchtung gab es bis 1954 nicht!

Da war man nächtlich gewiss zu Fuß mehr als unsicher unterwegs. Bürgersteige gab es nicht, Straßenzustand mehr als bedenklich und dazu im Winter war alles huckeduster (1). Das sollte sich ändern und zwar in 1955. Vorher waren aber noch die Beschlüsse umzusetzen und die Bevölkerung einzubeziehen.

Wie das ging, kann man auf den unten angeordneten drei resp. vier Seiten nachlesen.

Anmerkung: Man sieht, es fehlen einige Unterschriften und es gab keine völlige Akzeptanz. Das mag unterschiedliche Gründe gehabt haben. Hauptgrund ist aber vielleicht, als es sich bei den Nichtunterzeichnern um Flüchtlinge gehandelt haben könnte, die früher oder später eh das Dorf verlassen haben und heute auch nur noch unzureichend bekannt sind. Ergo, eine verständliche Verweigerung.

Damit waren alle zufrieden, aber nur bis 2008. Mittlerweile war das Stadtsäckel soweit geplündert und die Stadt konnte den Verpflichtungen nicht mehr nachkommen. Andere Konstellationen waren ausgereizt und der Rotstift mußte her.
Damit kam es zum Beschluss, die Laternen werden ab 0:00 bis 5:00 Uhr abgeschaltet und alles lief mit Taschenlampen durchs Dorf.

2010 wurde der Beschluss nach unsäglichen Diskussionen im Stadtrat wieder aufgehoben. Nun brannten die Lampen von Montag bis Donnerstag in der o.e. Zeit nicht, an den Wochenenden aber wieder durchgängig. Ein Kompromiss also.

 

Anmerkung zu (1): Sprichwörtlich für Leute die im Dunkeln sitzen mußten..

siehe: http://mundmische.de/bedeutung/33087-Huckeduster