Anordnungen und Direktiven der Militäregierung

Unmittelbar nach dem Kriegsende und in den Jahren danach waren immer wieder Verordnungen, Hinweise aber auch Abmahnungen an die deutsche Bevölkerung notwendig.

Hier einige Dokumente die zeigen mit welchen Problemen und Anforderungen sich der Bürgermeister auseinander setzen mußte.


30. Juli 1945Teile der Besatzungsarmee waren
immer wieder einmal gezwungen unterschiedliche,zwangsbewirtschaf-
tete, Waren von uns einzukaufen.
Diese waren vorher durch den ent-
sprechenden Kommandanten (Town
Major) zu genehmigen und anschl.
durch Bürgermeister-Anweisung aus-
zuführen.
Nur dann war am Ende auch eine Entgeltzahlung zu erwarten. 
31. Dez. 1945Regelung über Löhne und Gehälter deutscher Mitarbeiter bei den Besatzungstruppen.
Der Reichnotstandshaushalt war die gesetzliche Grundlage, aber noch nicht verankert.
16. Jan. 1946Lasten der Besatzungskosten und verursachter Schäden durch Ausländer.

Mangels unzureichender Gesetzgebung zur Kriegssachschäden und deren Regulierung tat sich ein weites Feld auf. Leider ist nicht bekannt geworden wie man später mit diesen Fragen umgegangen ist.
Vermutlich blieben die meisten Schäden unreguliert.
 
22. Jan. 1946Der Town Major (Stadtkommandant) C.R. Bankart  Lt. Col. beschwert sich über die unzureichenden Ehrerbietungen der Deutschen gegenüber seinen Truppen.

Um Unruhe in der Bevölkerung zu vermeiden, sollte dies aber nicht veröffentlicht werden. Wohl aber sollten die Bürgermeister ihre Landsleute zu Wohlverhalten ermahnen!
24. Jan. 1946Unterkunftsanforderungen resp. Nutzungsentschädigungen von beschlagnahmten Immobilien bzw. gewerbl. Betriebe.
Fazit: Alle Ansprüche bleiben bis zu einer Regelung unbefriedigt, es wird später entschieden.

Wie aber entschieden wurde, ist nicht bekannt.
16. Febr. 1946Umgang und Entschädigung für beschlagnahmte Kraftfahrzeuge und ordnungswidrige Requisitionen.
12. März 1946Auf der Suche nach desertierten amerikanischen Soldaten.


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20. März 1946Entscheidung über irrereguläre Requestitionen und deren Entschädigung
(Schwierig zu lesen)
28. März 1946Einnahmen aus dem Verkauf von Kriegsmaterial aus deutschen Wehrmachtsbeständen bzw. aus brit. Heeresmaterial.
16. Mai 1946Finanzielle Vereinbarung für Verpflegung und Unterkunft bei Dienstgruppenfahrten.

Der Bürgermeister hatte dafür zu sorgen!
21. Mai 1946Nutzungsentschädigungen für geräumte Wohnungen der Besatzungsmacht.
15. Mai 1946Regelwidrige Beschaffungen durch die brit. oder andere allierte Streitkräfte.
Eine einmalige Chance hier doch noch Ausgleichszahlungen zu erhalten.
20. Mai 1946Auch das ist vorgekommen: Überzahlung von Nutzungsentschädigungen beschlagnahmter Grundstücke.
- Siehe oben 21. Mai 1946 -