Beschlagnahme persönlichen Eigentums

Mit Ende des Krieges, die Kriegsgefangenen und Internierten waren von den Allierten teilweise unkontrolliert entlassen, kam es zu wüsten Plünderungen bei der Bevölkerung. Hierbei darf nicht vergessen werden, unsere Soldaten waren in den annektierten Staaten auch nicht zimperlich vorgegangen. Allen voran die Großkopfeten des Reiches.

Diese Ära war aber 1946 durch und Mangel stellte sich überall ein. Also ging die Militärregierung her und requirierte alle die Dinge, die zum Aufbau einer funktionierenden Verwaltung notwendig waren.

Wir zeigen einige Schriftstücke, die die Handhabung rechtfertigten und was u. a. gezielt gesucht wurde.

 

14. Febr. 1946Bei der Requirierung waren an dieser Stelle
schon einige Regeln installiert die es einzuhalten galt. Der Bürgermeister war vorher zu informieren. Die ausführenden hatten entsprechende Quittungen als Beleg zu hinterlassen. Damit hatte die abgebende Person zumindest einen Papier in der Hand.

Inwieweit es später zur Rückgaben gekommen ist, ist nicht bekannt. Ebenso wenig, ob und in welchem Ausmaß überhaupt im Ort derartige Wegnahmen statt gefunden haben.

Anmerkung: Die Bildqualität ist nicht sonderlich, das Original war nicht besser.
4.März 1946Hier wird ein funktionierende Rundfunkgerät bester Qualität für den Hildesheimer Schulfunk gesucht. Ein sog. "Volksempfänger" kam aber nicht in Frage. Es mußte schon qualitativ höherwertig sein. Für den Schulfunk wäre das nicht adäquat gewesen!!

Bevorzugte Personen für solche Beschlagnahmen waren Haushalte von Angehörigen der NSDAP.
6. März 1946Schreibmaschinen waren ähnlich gesuchte Objekte. Egal wer sie im Besitz hatte, es mußten Schreibmaschinen her.
10. Juli 1946Ein Vierteljahr später, die Schreibmaschinensuche hatte scheinbar nicht den gewünschten Erfolg. Jetzt setzte man auf Denunzianten!