Flüchtlinge in Denkershausen

Grundsätzlich kann aus der heutigen Distanz vielleicht vermerkt werden, der Zustrom der Flüchtlinge wurde im Ort eigentlich relativ "unaufgeregt" angenommen und am Ende auch positiv zu Ende gebracht. Gewiss, es gab anfangs Ressentiments mit allen den damit verbundenen Stimmungslagen und vor allen Dingen persönlichen Einschränkungen seiner Bewohner.

Letztlich wurde es aber akzeptiert und das Dorf hat sich gemeinsam mit den neuen Gegebenheiten arrangiert und so wurde es eine schöne Symbiose, von der der Ort heute noch profitiert. Aber diese Linien sind heute nur noch verwaschen darstellbar.

 

ohne DatumZusammenführung von vom Krieg auseinander gerissenser Familien.
Eine Zetralkartei soll aufgebaut werden.
7. Febr. 1946Sonderbetreuung für Flüchtlinge.
Ohne Statistik keine vernüftige Betreuung und Versorgung.
14. Febr. 1946Die Bildung von Flüchtlingsauschüssen wird auf den Weg gebracht.
27. Febr. 1946Einführung der fortgeschriebenen Flüchtlingsstatistik. Man muss für derartige administrative Aufgaben auf verlässliche Zahlen aufbauen können.
7. März 1946Erste Abwanderungsbewegungen werden bekannt. Flüchtlinge mit dem persönlichen Wunsch in die russische Zone zurück zu kehren, müssen sich ordentlich abmelden um im neuen Wohnort erneut Versorgung beantragen zu können.
10. April 1946

Polizeischutz für Flüchtlinge!
Andernorts gab es im Umgang mit Flüchtlingen offensichtlich erhebliche Probleme. Bei uns war es erfreulich anders.

Sieht man von diesem Brief eines Flüchtlings ab. Deshalb kam es aber auch nicht zum Polizeieinsatz. >lesen

(Letzter Absatz)

7. Juni 1946Zuzugs- und Aufenthaltsgenehmigungen waren immer notwendig. Damit sollte der Flüchtlingsstrom kanalisiert werden. Bestimmte Gebiete (Städte/Gemeinden) durften nicht überfordert werden, es galt ja auch die Versorgung/Wohnraum sicher zu stellen.
15. Juni 1946Mit erfolgter Registrierung gab es statt Personalaus o.ä. einen Registrierschein.
8. Nov. 1946In Dänemark gestrandente Flüchtling aus den deutschen Ostgebieten durften nicht so ohne weiteres in die brit. Zone aufgenommen werden.
Es gab keine Zuzugsgenehmigung, sofern nicht der Nachweis über z.B. eine Familienzusammenführung erbracht werden konnte.
16. Nov. 1946Ein besonders bitteres Bild ist diese Information an die Gemeinde.
Hier wird eine Familie gezeichnet, die es noch mehr als nötig hatte.
21.Nov. 1946Flüchtlingsversammlungen und seine Redner.
Die müssen zuvor genehmigt werden (Brit. Militärverwaltung) unter Angabe der Redner und ob auch genügend Sachkenntnis zum Thema vorhanden ist.
14. Nov. 1947"Flüchtlingsmöbelprogramm"
Eine Initiative zur Linderung der größten Not in der Möbelierungsfrage.
Am Ende stellte sich für den Bewerber immer noch die Finanzierungsfrage zum erforderlichen Eigenanteil.
ohne Datum
Hier eine handschriftliche Aufzeichnung für Betroffene die in besonderer Lage waren und damit in Frage kamen.
 
4. Juni 1948Richtlinie zum Auslieferungsverfahren aus dem Flüchtlingsmöbelprogramm.
4. Juni 1948Eine Bewilligungsliste zum genehmigten Bezug von Möbeln

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21. Dez. 1948Weihnachtsfreude!
- Ein Spendenaufruf -
War sicherlich eine gelungene Aktion des Flüchtlingsbetreuers und des Gemeindedirektors.

Erkennbar sind die Namen, denen die unterschiedlichsten Schicksale der Geflüchteten nicht egal waren und entsprechend spendeten.


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8. Jan. 1949Eine Durchführungsverordnung mit erheblicher Brisanz. Damit konnten entsprechende Gegenstände die zu einer menschlichen, nicht ärmlichen, aber einfachen Haushaltsführung aus Dritt-Haushalten requiriert werden!

Ob es hier zu Querelen zwischen Flüchtlingsausschuss und den zur Zwangsabgabe verpflichteten Haushalten gekommen ist, ist nicht bekannt.

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28. Jan. 1949Die oben geforderte Neuwahl des Flüchtlingsrates hat vermutlich bereits zu Verstimmungen geführt. Teile des Flüchtlingsrates hatten wohl eine bessere Wahlordnung eingefordert. Das Kreisflüchtlingsamt ist dem aber nicht gefolgt und damit blieb es bei der Wahl vom 11. Jan. 1949.