Entlassene Kriegsgefangene

Deutschland im gesellschaftlichen Chaos, es gab nicht einen einzigen Bereich der auch nur halbwegs funktionierte. Ebenso erging es auch heimkehrenden Soldaten in ihre Heimatgemeinden. Dazu kamen aber auch die Entlassenen, die nicht zurück wollten oder konnten, weil die Heimat nicht mehr erreichbar war. Ostpreußen, Schlesien, russ. Zone etc.

Ziellos, verwirrt, krank an Geist und Körper, keine Bleibe, Sorge um die Angehörigen und Hunger prägten diese Menschen in dieser Zeit.

Wir haben zu diesem Komplex nur wenig gefunen, vielleicht war es im Ort auch nicht das drängendeste Problem.

 

6. Okt. 1946Dieser Auruf gibt Zeugnis über den Zustand innerhalb entlassener Kriegsgefangener wieder.
Es kann nicht verwundern, wenn sich der eine oder andere POW (Prisoner of War) nach einer gewissen Phase der Erholung selbstständig wieder auf den Weg gemacht hat. Der Drang in die Heimat, die Familie zu suchen waren bestimmt die meisten Gründe hierfür.
Wenn weiter dafür geworben wurde, hier menschenwürdige Unterbringung und Verpflegung sicher zu stellen, ist es auch ein Bild was nachdenklich machen muss.
25. Jan. 1946Fahrtkostenregelung über die Abrechnung der Kostenerstattung an die Deutsche Reichsbahn.
31. Jan. 1946Gesucht wurde:
Eine Kurzurlaubsmöglichkeit zur Erholung auf dem Lande für entlassene Kriegsgefangene.
7.Nov. 1946Die Alliierten haben wohl rechtzeitig erkannt wie der frühere russische Kriegspartner mit seinen deutschen Kriegsgefangenen umgeht. Deshalb war es wichtig, sich hier ein möglichst umfassendes Bild zu verschaffen. Deshalb dieser Aufruf.
Am 16. Jan. 1956 kehrte der letzte deutsche Kriegsgefangene aus dem GULAG (russ. Arbeitslager) zurück.
23.Dez. 1946

Nur untere Bildhälfte

Verständlich gab es auch vermisste oder versprengte Militärangehörige der Alliierten. Hier wurde ebenso danach gesucht. War man doch am Schicksal dieser Personen interessiert.

Anmerkung: Gehört eigentlich nicht hier so richtig zum Thema. Wir wollten es aber nicht unerwähnt lassen.

15. Nov. 1946wie oben