Entlassung der Soldaten

Mit der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 ging ein furchtbarer Lebensabschnitt der beteiligten Soldaten zu Ende. Von rd. 17 Millionen eingezogen Männern  gab es 3,1 Millionen Tote und 1,2 Millionen Vermisste, zusammen also 4,3 Millionen. Stand 28.2.1945 - also noch vor Kriegsende -
Es fehlen noch die danach Gefallenen, an den Kriegsverletzungen später verstorbenen und in der Kriegsgefangenschaft verstorbenen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmacht#Nach_der_bedingungslosen_Kapitulation

Anfangs dürfte die Abwicklung innerhalb der Alliierten chaotisch gewesen sein, aber im Jahr 1946 war schon so etwas wie eine Administration geschaffen und hatte die Arbeit aufgenommen.

Man wissen, ein Soldat ohne gültige Entlassung hatte quasi keinen Personalausweis. Da war aber wiederum bei allen Behördengängen notwendig.

Wir fanden folgende aus Denkershausen:
 

23.11.1945Meldung aller deutschen
Wehrmachtssoldaten die bisher
nicht im Besitz ordentlicher
Entlassungspapiere gewesen sind.

Anmerkung: Aus Sparsamkeitsgründen hatten
man gleich zwei Verfügungen auf eine Seite
geschrieben.

 
26.3.1946Verordnung über Entlassungsgeld
entwaffneter Soldaten.
Es war nur eine kleine Beihilfe zum
Startschuss ins zivile Leben. Mehr nicht!
8.4.1946Entschädigungsansprüche deutscher Kriegsgefangener für in der Gefangenschaft eingezogene Gelder (gleich welche Valuta), nicht ausgezahlte Soldansprüche sind nicht erstattungsfähig.
Anm: Es gilt nur der obere Teil des Textes)
18.4.1946Dringender Aufruf über die Bürgermeister der Gemeinden an Soldaten ohne gültige Entlassungspapier aus der Wehrmacht.
1.7.1946Erfassung und Verwaltung des Grundvermögens der deutschen Wehrmacht.
Trifft auf Denkershausen eher nicht zu.
1.10.1946Letzte Gelegenheit deutscher Wehrmachtssoldaten sich um die ordentliche Entlassung, sprich Papiere, zu bemühen.
Bei Nichtbefolgung ist eine Strafverfolgung nicht ausgeschlossen.
Juli 1946Suche nach Lagerstätten für Stoffe für ausgebombte Deutsche.