Wie ich das Kriegsende erlebte!

Die schrecklichen Ereignisse des Krieges, seiner Wirren und Katastrophen waren zu Ende. Mehr oder weniger wurden die Dinge im Verlauf der Jahrzehnte zurück gedrängt und es wurde nicht mehr darüber gesprochen. Ein letzter Zeitzeuge aus dieser Zeit, unser Friedrich Asmus, 86jährig, hat uns seine damaligen Eindrücke geschildert:



"Die Besetzung durch die Amerikaner am 11.04.1945 um ca. 16 Uhr. Mein Vater und ich waren zufällig auf unserem Feld Richtung Brunstein beschäftigt. Wir waren dabei ein Futterrübenlager abzutragen.

Plötzlich kamen Panzer und Infanterie aus Brunstein um Denkershausen anzugreifen. Es waren Teile der 104.US-Division (1). Das Dorf wurde stark beschossen.

Wir konnten gut beobachten wie die Einwohner von Denkershausen als Zeichen der Kapitulation weiße Tücher aus den Fenstern hängen ließen.

Der Beschuss galt vor allen Dingen den fliehenden PKW`s der deutschen Wehrmacht. Nach der Schießerei besetzte die US-Infanterie Denkershausen.

Ein Teil der deutschen Soldaten hat sich in die angrenzenden Wälder zurück gezogen - andere gerieten in Gefangenschaft. Unter den Gefangenen befanden sich viele Offiziere, die einem ehemaligen Generalstab angehörten.

Mein Vater war eigentlich sehr ruhig - er hatte ja den I. Weltkrieg in voller Härte miterlebt - aber seine Sorge galt meiner Mutter und Schwester zu Hause.

Nach der Schießerei gingen wir an den US Posten vorbei, die uns auch anstandslos vorbei gehen ließen und so kamen wir glücklich zu Hause an. So habe ich die Besetzung durch die US Truppen erlebt."

(1) Über die oben angesprochene 104. US-Division gibt es im Internet einige Veröffentlichungen.
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Hier eine grobe Übersicht zum Marschplan durch Deutschland 

 

Ein Archivfoto der Kampftruppe:

 

Nachkriegszeit 1945-Seite 2

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