1873 - Beschwerde des Pfarrers zu Holtensen

Es gehörte zur finanziellen Auststattung unserer Geistlichkeit, daß neben dem Grundeinkommen auch Naturalien und freie Wohnung gewährt wurden.

Hier ist jetzt die Königliche Steuerverwaltung auf den Plan gerufen worden und der Herr Pastor beschwert sich beim Königlichen Amt Northeim.

Die wiederum setzte davon den Bauermeister in Kenntnis, nicht ohne den Hinweis zu geben, wie man die Beschwerde des Pfarrers ummünzen konnte und damit doch eine Steuerpflicht erhalten blieb.

Der Bauermeister wird dies gewiss richtig interpretiert haben!

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Northeim den 12. April 1873
     Der Pastor Jacobshagen in Holtensen
beschwert sich darüber, daß er für 7 Morgen
107 Quadratruthen Forst welche in der Grundsteuer-
Mutterrolle von Denkershausen auf den
Namen der Pfarre ständen, Grundsteuer
bezahlen müsse, die Pfarre aber nicht im
Besitze dieser Forst sei, sondern aus der
Denkershäuser Forst jährlich im Durchschnitt
1 ½ Klafter und 2 Fuder Wellen und
Knüppelholz erhalte, also nur eine Interessen-
tenberechtigung stattfinde. Ist dieses der
Fall, so würde die Grundsteuer der von
der Gemeinde zu zahlenden Steuer 
hinzuzusetzen sein, doch würde die Pfarre
verhältnißmäßig, wenn sie Mitin-
teressent ist, zu der Gemeindeforstgrund-
steuer herangezogen werden können.
Der Amtshauptmann
A. Grote
An
den Bauermeister Klapproth
in
Denkershausen
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Ppfl. d.S.                                       Stempel
Herrn
in
Denkershausen

 

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